Gemeinschafts-Wohnanlage


Gemeinschaftswohnprojekt  Ufgau- / Breisgaustraße , 76532 Baden-Baden

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Baubeschreibung gem.  § 7 LBOVVO

(Im Rahmen der Bauvoranfrage ist die Baubeschreibung als vorläufig zu betrachten;

konkrete Aussagen können erst mit der Genehmigungsplanung nach Kostenermittlung

zu konstruktiven Details und Ausstattungen gemacht werden.)

 

1. Nutzung des Bauvorhabens

 

   Gegenstand der Planung ist ein Mehrfamilienhaus mit - nach gegenwärtigem

   Planungsstand - 26 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe (62 - 114 m²) sowie

   einem Gemeinschaftsraum.

   Im Untergeschoss die zur Wohnnutzung gehörenden Funktionsräume der Haustechnik,

   Abstellräume, eine Tiefgarage mit 26 Stellplätzen und ein Fahrradraum

   für ca. 50 Fahrräder.

   Das Gebäude wird über ein Treppenhaus mit Aufzug und ein Laubengangsystem

   erschlossen und ist in allen Bereichen barrierefrei.

   Realisiert wird das Projekt von einer Baugemeinschaft (als Gesellschaft bürgerlichen

   Rechts), deren Mitglieder bis auf wenige Ausnahmen die Wohnungen selbst nutzen

   werden.

 

2. Baukonstruktionen

 

  -   Das Sockelgeschoss mit niveaugleichem Zugang  und Zufahrt von der Ufgaustraße

      wird in Massivbauweise ausgeführt: Außenwände gegen Erdreich sowie das Tragwerk der Tiefgarage aus Stahlbeton, Innenwände nach statischen Erfordernissen aus Kalksandstein-Mauerwerk.

   -  Auf der STB-Decke des Untergeschosses werden die

 3 Wohnebenen in Vollholzbauweise aus Brettsperrholz

       errichtet. Diese Konstruktion nach KfW 40-Standard betrifft alle tragenden

       Außen- und 2-schaligen Wohnungstrennwände, desgleichen die Innenwände der

   Wohnungen. Inwieweit auch auskragende Bauteile wie Laubengänge und Balkone in

   gleicher Weise ausgeführt werden können, muss durch Detailuntersuchungen zum

   Tragwerk und zum Brandschutz geklärt werden.

    -  Dachkonstruktion als Sparrendach mit Wärmedämmung nach KfW 40-Standard aus

       Mineral- oder Holzfaserplatten. Untersichten aus Profilholz (Fichte/Tanne) oder GK-

       Beplankung. Aus konstruktiven Gründen können zur Längsaussteifung auch Dach-

       elemente aus Brettsperrholz in Frage kommen, auf denen dann das Sparrendach 

       aufgebaut wird.  

    -  Die Außenwände werden mehrschalig mit zusätzlicher Wärmedämmung und hinter-

       lüfteter Schale aus Plattenmaterial (Faserzement, Rockpanel, Argeton o. dgl.) herge-

 stellt nach Kostenvergleich. Über die Farbgestaltung wird noch entschieden. Sichtbare  

 Außenwände im Sockelgeschoss evtl. mit mineralischem WDVS. Alternativ

       können die Außenwände im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss auch mit einem

       mineralischen WDVS mit mineralischem Putz ausgeführt werden.

    -  Wohnungstrennwände werden grundsätzlich 2-schalig ausgebildet mit schalldäm-

       mender Mineralwolleinlage, die bis in die Fugen der Außenwände sowie zwischen

       die Geschossdecken durchgezogen wird. 

    -  Nichttragende Innenwände als Ständerkonstruktion mit Schalldämm-Material

       und beidseitiger Beplankung aus 2 x 12,5 mm Gipskarton gespachtelt und mit

       Zellulosegewebe für Anstrich. Nasszellen grundsätzlich mit wasserfester Beplankung

       (Xella) für Fliesenbeläge.

    - Tragende Innenwände sowie die Innenseiten der Außenwände erhalten bei Bedarf

       ebenfalls eine GK-Beplankung vor einer 30-40 mm tiefen Installationsebene, in der

 z.B. Elektroinstallationen untergebracht werden können. Auf Wunsch können diese  

 Wände auch aus Brettsperrholz mit Sichtqualität bestehen, dann allerdings ohne

       Installationsmöglichkeiten auf der Sichtholzseite.

       Identische Bearbeitungen für die Deckenuntersichten. Optional Verkleidung mit

       abgehängten GK-Platten oder Profilholz Fichte/Tanne.

    -  Innentüren aus Röhrenspanplatten mit Furnier- oder Schichtstoffoberflächen in

       Umfassungszargen stumpf einschlagend; Schlösser aus deutscher Produktion (KFV,

       Schlagbaum o. glw.), Stulpen u. Schließbleche aus Edelstahl, Drückergarnituren

       z.B. FSB oder HEWI (Edelstahl oder Kunststoff).

    -  Wohnungseingangstüren  als Blockrahmentüren in Holzverbundkonstruktion hoch-

       wärmegedämmt mit Doppelfalzdichtung, Oberflächen farbbeschichtet oder mit

       Metall- oder Schichtstoffbelägen. Sicherheitsschließungen mit Mehrfachverriegelung.

       Schließanlage als Haupt- / Zentral-Schlüsselanlage vorzugsweise mit Wende-

       schlüsseln (z.B. KABA o. glw.).

    -  Fußböden mit Trittschalldämmung und Estrich (für evtl. Fußbodenheizung) oder

       Trockenaufbau. Parkettbelag oder Dielen (Mehrkosten). Nasszellen grundsätzlich mit

       Estrich für keramische Beläge.

    -  Als Anstrichmaterialien in Innenräumen nur mineralische Farbsysteme, z.B.

       KEIM-Farben wie „Biosil“, „Ecosil“, „Innotop“ oder gleichwertig.

    -  Das flachgeneigte (2°) Dach erhält als Deckung eine Titanzink-Welle. Rinnen und

       Regenfallrohre aus Titanzink teilw. in Sonderquerschnitten.

       Die Flachdachflächen im Dachgeschoss werden intensiv begrünt, die Dachterrassen-

       flächen mit Holz belegt

   -   Die Balkonkonstruktionen sind im Rahmen der Tragwerksplanung zu entwickeln.

       Sie erhalten in jedem Fall eine Dichtung sowie Holz als Belag.

   -   Alle Fenster aus Holz mit 3-facher Isolierverglasung, U-Wert <0,9, im Erdgeschoss

       auf Wunsch WK 2 - Beschläge und VSG als Außenscheibe.

 

3. Feuerungsanlagen

 

 Zur Wärmeversorgung ist ein Pellet-Heizkessel kombiniert mit einer thermischen

 Solaranlage auf dem Dach vorgesehen. Andere ökologische Heizmittel sind denkbar

     und werden unter Kosten- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten untersucht.

     Pelletbunker für einen Jahresbedarf (ca. 35 to).

     Fossile Brennstoffe sind aus ökologischen Gründen nicht gewünscht.

 

4. Besondere Haustechnische Anlagen

 

   -  Zentrale Heizungs- und Warmwasserversorgung; evtl. Niedrigenergieheizung

      in den Fußböden. Alle Versorgungsrohre in Edelstahl; Abwasserrohre aus Stahl;  

      Grundleitungen aus Steinzeug oder Kunststoff - nach Möglichkeit unter der

      Kellerbodenplatte.

   -  Regenwasserentsorgung über Zisterne im Innenhof

   -  Mechanische Entlüftung für Küchen und innenliegende Bäder über Dach.

   -  KW- und WW-Zähler in jeder Wohnung, ebenso Wärmemengenzähler

   -  Sanitärobjekte und -armaturen aus einheimischer Produktion, z.B. Duravit,

      Keramag bzw. Hansgrohe oder Hansa nach Bemusterung.

   -  Elektroinstallationen in den Wohnungen nach Absprache. Schalter und Dosen

      aus den Programmen von Jung, Gira o. glw.

   -  TV-Empfang nach Gesellschafterbeschluss über Satellitenschüssel oder Kabel.

      Insgesamt sollte die Medienversorgung hohe Mikrowellen-Strahlung vermeiden.

 

 

Baden-Baden, April 2017